40 Jahre Museum für Gegenwartskunst: Da war doch noch etwas mit dem italienischen Grafen …

Das Museum für Gegenwartskunst wird am 8. Februar 40 Jahre alt. Das Kunstmuseum Basel erinnert in diesem Zusammenhang an einen italienischen Grafen, dessen Kunstsammlung die Initialzündung des Baus war – verliert aber kein Wort darüber, was danach geschehen ist. Zuerst ein paar Worte zum jubilierenden Haus: Es steht immer noch, kann sich damit rühmen, weltweit das erste Museum gewesen zu sein, das ausschliesslich der Kunst … 40 Jahre Museum für Gegenwartskunst: Da war doch noch etwas mit dem italienischen Grafen … weiterlesen

Totgesparte leben länger – heute: der Neujahrsapéro der Regierung

„Ach“, entfährt es dem Schreibenden, dem man auch schon den Übernamen Apéro-Spirgi aufgesetzt hat. Das „Ach“ bezieht sich darauf, dass der Neujahrsapéro des Regierungsrats gestrichen wurde. Aber es besteht Hoffnung … Doch von Beginn weg: Am 20 Februar 2019 überwies der Grosse Rat mit Stichentscheid des Prädidenten Heiner Vischer von der LDP (der sich in seinem Präsidialjahr vielleicht zumindest einen Apéro ersparen wollte) ein vorgezogenes … Totgesparte leben länger – heute: der Neujahrsapéro der Regierung weiterlesen

«Walsers Text ist wie geschaffen fürs Theater»

Ein Gespräch mit der Schauspielerin und Regisseurin Anita Vulesica, die am Theater Basel Robert Walsers Roman „Der Gehülfe“ dramatisiert. Frau Vulesica, Ihre Biografie offenbart ein facettenreiches Bild: Als Schauspielerin spielten Sie in Theaterprojekten an renommierten Bühnen mit herausragenden Regisseuren bis hin zur Krankenschwester in eher seichten TV-Serien. Wie kommt es zu diesem Spagat? Die Krankenschwester spiele ich nicht mehr. Aber ich vollziehe Spagate in alle … «Walsers Text ist wie geschaffen fürs Theater» weiterlesen

Ghetto-Gespenster aus der Hexenküche der "Basler Zeitung"

Die „Basler Zeitung“ hat versucht, dänische Ghetto-Kriterien auf Basel umzumünzen, und ist damit ganz böse auf die Nase gefallen. Was die Zeitung aber nicht davon abhält, auf Biegen und Brechen an ihrer haarsträubenden These festzuhalten. „Das sind die ‚Ghettos‘ in Basel“, titelt die „Basler Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe. Klar, welche Quartiere damit gemeint sind: Matthäus, Klybeck und Kleinhüningen. Diese würden „ins engere dänische Raster passen“, … Ghetto-Gespenster aus der Hexenküche der "Basler Zeitung" weiterlesen

Sirenengesänge der Revolutionärinnen

Das Theater Basel eröffnete seine Spielzeit 2019/2020 am Samstag mit Luigi Nonos Anti-Oper „Al gran sole carico d’amore“. Das Publikum spendete der bild-, vor allem aber klangewaltigen Schweizerischen Erstaufführung viel Applaus. Bei Luigi Nono ist alles anders, als man sich das vom Opern-Kanon gewohnt ist. Bereits der Titel seines 1975 in Mailand uraufgeführten Werks „Al gran sole carico d’amore“ („Unter der grossen Sonne von Liebe beladen“) führt … Sirenengesänge der Revolutionärinnen weiterlesen

Posen, Posse und Possierliches am Treibstoff-Festival

Am Basler Festival Treibstoff wehren sich Frauen, die zum Teil keine sind, gegen normierte Geschlechterrollen, posieren fitte Menschen für und gegen den Sportschuhkonzern Nike und spielt sich eine überwältigende Rampensau possenhaft in die Plüschtierwelt und zurück. Was für eine Energie diese Frau hat. Anderthalb Stunden fegt Bärbel Schwarz über die Vor- und, von einer Live-Kamera verfolgt, Hinterbühne im Keller des Theater Roxy. Sie kommuniziert mit … Posen, Posse und Possierliches am Treibstoff-Festival weiterlesen

„Gebt uns Aufträge“: 100 Jahre Basler Kunstkredit

1919 wurde der Basler Kunstkredit ins Leben gerufen. Ursprünglich als Nothilfe für mittellose Kunstschaffende gedacht, hat dieses Fördergefäss deutliche Spuren im Stadtbild von Basel hinterlassen und immer wieder auch für heftige Kontroversen gesorgt. Ein Schnauz erregte 1950 die Gemüter in Basel. Es handelte sich um die Gesichtsbehaarung in der Darstellung eines Schmieds im Sgraffito „Das Meer“ des Basler Künstler Max Kämpf (1912-1982). Die Symbolfigur für … „Gebt uns Aufträge“: 100 Jahre Basler Kunstkredit weiterlesen