Wenn der Ovomaltine-Spot zur Orgie ausartet

Das Performerquintett Helium X kämpft in der Kaserne Basel gegen den apokalyptischen Klimawandel an und scheitert natürlich. Dies aber auf abstrus-vergnügliche Art und Weise. Es beginnt mit etwas Evolution: Zwei Fellknäuel robben grunzend über den leeren Bühnenboden. Damals, also ganz ganz lange vor unserer Zeit, war das mit dem Klima noch okay. Also mehr oder weniger, da gab es ja auch die Katastrophe, die den … Wenn der Ovomaltine-Spot zur Orgie ausartet weiterlesen

Yuppi Dumas: Vier Rampensäue für ein Halleluja

Die Basler Bühnenadaption von «Die drei Musketiere» hat mit Alexandre Dumas‘ Abenteuergeschichte wenig zu tun, bietet aber gerade deswegen höchstes Schauspielvergnügen. Endlich geht jemand der Frage nach, warum immer von drei Musketieren die Rede ist, wo es doch vier sind: Athos, Porthos, Aramis und eben d’Artagnan, der eigentliche Star des als Trio betitelten Quartetts. Das fragt sich Letzterer (Nicola Mastroberardino) an diesem zweistündigen Theaterabend auf … Yuppi Dumas: Vier Rampensäue für ein Halleluja weiterlesen

Wow! So viel Basel war noch nie am Berliner Theatertreffen

Basel ist endgültig ein grosser Hotspot in der deutschsprachigen Theaterlandschaft: Gleich vier Produktionen aus Basel oder mit Basler Beteiligung wurden ans renommierte Berliner Theatertreffen eingeladen. Eine Einladung zum Berliner Theatertreffen, der Bestenschau des deutschsprachigen Theaters, gehört zu den höchsten Auszeichungen, die einer Schauspielbühne einheimsen kann. Das Theater Basel hatte sich in den letzten Jahren einen Stammplatz in dieser Ehrenloge gesichert. Und jetzt kommt es noch … Wow! So viel Basel war noch nie am Berliner Theatertreffen weiterlesen

Hinreissende Audienz bei den unverwüstlichen Königinnen

«Let’s Sing Arbeiterin!»: Les Reines Prochaines laden in der Kaserne Basel zur mitreissenden Geburtstagsgala. Die Vorstellung, 30 Jahre am selben Ort dasselbe zu machen, sei ihr früher wie ein Grauen vorgekommen, sagt Fränzi Madörin, wunderbare Freestyle-Talkerin im Quartett der Reines Prochaines. Und jetzt feiere man den 30. Geburtstag einer Band, die es noch immer gebe. «Und das ist eigentlich ganz schön so.» Ein Glück, dass … Hinreissende Audienz bei den unverwüstlichen Königinnen weiterlesen

Horrortrip durch die Vorhölle der Beziehungskisten

Zum Heulen komisch, zum Lachen tragisch: Simone Stone präsentiert mit «Hotel Strindberg» am Theater Basel zusammen mit einem phantastischen Ensemble ein krudes Panoptikum gescheiterter Beziehungen. Als Menschenfreund kann man den schwedischen Autor August Strindberg nicht bezeichnen. «Und so gehe ich wie ein Menschenfresser und Henker herum: (…) wie ein Fleischhauer töten und verkaufen», beschrieb er 1898 seine Berufung als Dramatiker in einem Brief an seine … Horrortrip durch die Vorhölle der Beziehungskisten weiterlesen

Wiedersehen mit dem Theatermann der Stunde

Simon Stone als Hausregisseur zu verpflichten, war eines der grössten Kabinettstücke von Theaterdirektor Andreas Beck, der nicht zuletzt damit das Basler Schauspiel wieder in die oberste Liga führen konnte. Der nicht nur in Basel gefeierte Theatermann hat sich in den letzten Monaten aber rar gemacht. Jetzt kehrt er mit seinem mit dem Wiener Burgtheater koproduzierten Monsterprojekt «Hotel Strindberg» an den Rhein zurück. Hier Ein Porträt … Wiedersehen mit dem Theatermann der Stunde weiterlesen

Höllenfeuer im Gerichtssaal

Der britische Shooting-Star Robert Icke inszeniert am Theater Basel Arthur Millers Zeigefinger-Stück «Hexenjagd». Zu erleben ist ein langer, zuweilen spannender Theaterabend, der letztlich aber in einem anwachsenden pathetischen Getöse untergeht. Der britische Regisseur Robert Icke hat in Stuttgart mit seiner Neudichtung von Aischylos‘ «Orestie», seiner ersten Inszenierung im deutschsprachigen Raum, für Furore gesorgt – das hat ihm den aktuellen Kurt-Hübner-Preis für Regie eingebracht. Es ist … Höllenfeuer im Gerichtssaal weiterlesen

Zaza und Dadada – oder: So hinreissend komisch und berührend kann Musical sein

Das Theater Basel hat seinem Publikum mit dem Musical «Ein Käfig voller Narren» einen grossen Wurf beschert. Die Geschichte kennt so ziemlich jeder, der vor französischen Kino-Komödien alter Schule nicht reissaus nimmt: Ein Schwulenpaar, das gemeinsam einen Sohn grossgezogen hat, gerät in die Bredouille, als dieser Sohn die Verlobung mit der Tochter eines erzkonservativen Politikers bekanntgibt und für den Besuch seiner Schwiegereltern den Schein einer … Zaza und Dadada – oder: So hinreissend komisch und berührend kann Musical sein weiterlesen

«Dreigroschenoper», «La traviata» und «Woyzeck»: Das Theater Basel hätte gerne mehr davon

Das Theater Basel blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit 2017/18 zurück, würde aber gerne Grosserfolge länger im Repertoire behalten können. Die Zahlen aus der Spielzeit 2017/18 zauberten ein Lächeln aufs Gesicht des abtretenden Theater-Verwaltungsratspräsidenten Samuel Holzach: Die Zuschauerzahl stieg um 8753 auf 180’766, die durchschnittliche Auslastung von 68 auf 70,5 Prozent. Das Theater Basel unter Andreas Beck ist auf Erfolgskurs. Dafür spricht auch der von der … «Dreigroschenoper», «La traviata» und «Woyzeck»: Das Theater Basel hätte gerne mehr davon weiterlesen