«Dreigroschenoper», «La traviata» und «Woyzeck»: Das Theater Basel hätte gerne mehr davon

Das Theater Basel blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit 2017/18 zurück, würde aber gerne Grosserfolge länger im Repertoire behalten können. Die Zahlen aus der Spielzeit 2017/18 zauberten ein Lächeln aufs Gesicht des abtretenden Theater-Verwaltungsratspräsidenten Samuel Holzach: Die Zuschauerzahl stieg um 8753 auf 180’766, die durchschnittliche Auslastung von 68 auf 70,5 Prozent. Das Theater Basel unter Andreas Beck ist auf Erfolgskurs. Dafür spricht auch der von der … «Dreigroschenoper», «La traviata» und «Woyzeck»: Das Theater Basel hätte gerne mehr davon weiterlesen

Alles Kultur – oder was?

Was ist Kultur? Fast alles, wenn man aktuelle Medienmitteilungen durchblättert, die wir früher fast nie veröffentlicht haben. Ich war diese Woche im Zürcher Schauspielhaus, in der Kaserne Basel, im Kunstmuseum, im kult.kino, habe ein Buch gelesen, gesungen und getrommelt. Soll niemand sagen, ich sei nicht kulturaffin. Ich könnte noch vielmehr Kulturkonsum und -praxis aufzählen, denn der Kulturbegriff kann weit ausgelegt werden. Die Unesco, die Weltkulturerbe-Plaketten … Alles Kultur – oder was? weiterlesen

Im Museum der hässlichen Clownerien

Martin Zimmermann dreht in seinem zeitgenössischen Zirkusspektakel «Eins Zwei Drei» in der Kaserne Basel das klassische Clown-Trio durch die Punk-Mangel. Ich gebe zu: Ich habe Zirkus-Clowns nie gemocht. Ich meine das klassische Trio mit dem besserwisserischen weissen Clown, dem dummen August mit der roten Nase und dem Störenfried als dritter im Bunde. Aber bei Martin Zimmermann ist das natürlich ganz anders. Einst ist er mit zwei … Im Museum der hässlichen Clownerien weiterlesen

Carl Burckhardts füllige «Venus» und weitere modernistische Geistesblitze antiken Ursprungs

Wenige in Basel kennen den Bildhauer Carl Burckhardt, die meisten aber sind mit seinem Werk durchaus vertraut. Das Kunstmuseum Basel stellt den Schöpfer der «Amazone» bei der Schifflände in einer kleinen Retrospektive vor. Von alleine wäre ich nicht darauf gekommen: Diese doch etwas füllige und trotz ihrer Nacktheit durch und durch bieder wirkende Frau soll die Liebesgöttin «Venus» darstellen? Das aus verschiedenfarbigem Marmor gehauene Werk … Carl Burckhardts füllige «Venus» und weitere modernistische Geistesblitze antiken Ursprungs weiterlesen

40 Jahre Regi: Klassentreffen auf dem Bonzenhügel

Zum 40. Geburtstag des SRF-Regionaljournals Basel/Baselland lud die Redaktion zum grossen Klassentreffen der Aktiven und Ehemaligen. Es überkommen einem nostalgische Gefühle, wenn man am Edel-Essschuppen Stucki auf dem Bruderholz vorbei die Novarastrasse hinauf stapft. Dort, zwischen Villen und Gemüsefeldern steht das Studio Basel, ein Bau aus den 1940er-Jahren, der so ganz und gar nicht aussieht, als ob dort Journalismus betrieben würde. Über eine Freitreppe betritt … 40 Jahre Regi: Klassentreffen auf dem Bonzenhügel weiterlesen

Basler Politposse um die Ausgabenbremse

Sparen oder nicht Sparen? Regierung und Grosser Rat haben sich in einem symbolpolitischen Kampf verstrickt. Dem Basler Staatshaushalt gehts gut. Dafür spricht der zuletzt für das Jahr 2019 budgetierte Überschuss von 121 Millionen Franken. Das hindert die bürgerliche und rechte Hälfte im Grossen Rat aber nicht daran, immer und immer wieder über die (zu) hohen Ausgaben zu wettern. Und zu versuchen, die Regierung zum Sparen … Basler Politposse um die Ausgabenbremse weiterlesen

«Sweatshop – Deadly Fashion»: Aufklärungs-Theater mit viel Pep

Mode hat eine düstere Kehrseite, das wissen wir eigentlich alle. Doch so originell und klug präsentiert, wie bei «Sweatshop – Deadly Fashion» des Jungen Theater Basel und Schauspielhauses Zürich, lassen wir uns gerne noch einmal und überdies nachhaltig aufklären. Nach dem Theaterbesuch wieder zuhause, schau ich mal genauer hin. Und ja, ich trage die halbe Welt an meinem Körper: Die Jeans sind Made in Tunisia, … «Sweatshop – Deadly Fashion»: Aufklärungs-Theater mit viel Pep weiterlesen

Ein trockenes «Versprechen» im Theater Basel

Nora Schlocker bleibt bei ihrer Dramatisierung von Dürrenmatts Anti-Krimi «Das Versprechen» bis kurz vor Schluss an der Oberfläche des durchbrochenen Plots kleben. In der Schlussszene bekommt der Theaterabend den Tiefgang, den man die anderthalb Stunden zuvor vermisst hat: Mit stumpfen Augen, den nicht mehr sehenden Blick starr nach vorne gerichtet, sitzt die alte Frau im Rollstuhl und lässt sich von einer Altenpflegerin die Füsse Waschen. Da … Ein trockenes «Versprechen» im Theater Basel weiterlesen

1000 Stunden im Theater und noch mehr: Mein Leben mit der TagesWoche

Das wars. Heute geht die letzte Printausgabe der TagesWoche in Druck. Ich habe meinen letzten Text geschrieben. Eine Situationsbeschreibung. Noch einmal die kurze Fahrt mit dem Velo an die Spitalstrasse, ab in den Velokeller und die Treppe rauf in den ersten Stock. Es sind noch fast alle da, die Produzenten der letzten Printausgabe, auch die Redaktionskolleginnen und -kollegen, die ihre Texte für die letzte Nummer … 1000 Stunden im Theater und noch mehr: Mein Leben mit der TagesWoche weiterlesen

«Hohe Fruchtbarkeit im Sauenstall»

Täglich erreichen mich unzählige Medienmitteilungen. Viele interessieren mich nur halbwegs, aber einige sind doch durchaus erwähnenswert. Laut der Wirtschafts-Denkfabrik Avenir Suisse kostet die Landwirtschaftspolitik die Schweiz 20 Milliarden Franken pro Jahr. Die offiziellen Zahlen des Bundes belaufen sich auf 3,8 Milliarden Franken. Das ist ganz schön viel – zu viel, wie viele meinen. Doch aufmerksame Leser des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID) wissen, dass dieses Geld gut ausgegeben … «Hohe Fruchtbarkeit im Sauenstall» weiterlesen