Kunstmuseum Basel: Vorschau auf ein berauschendes Ausstellungsjahr 2019

Meisterwerke des Kubismus, goldene Geschenke des Kaisers und eine Begegnung mit dem zeitgenössischen Ausnahmekünstlers William Kentridge: Das Kunstmuseum Basel reiht im Ausstellungsjahr 2019 Highlight an Highlight.
Die berühmte goldene Altartafel aus dem Münster kehrt für drei Monate nach Basel zurück. (Foto: RMN-Grand Palais/Musée de Cluny – Musée National du Moyen-Âge)
Bescheidenheit ist nicht die vorherrschende Tugend der Fondation Beyeler. In ihrer Medienmitteilung zur Ausstellung «Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode» (ab 3. Februar 2019) schreibt sie: «Das Ausstellungsprojekt (…) wird zweifellos einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres 2019 in Europa sein.» Vielleicht wussten die Verantwortlichen nicht, mit was das Kunstmuseum Basel 2019 auffahren wird. Mit einer Ausstellung nämlich, die ebenfalls viel mit Picasso zu tun hat und die ebenfalls das Prädikat «kultureller Höhepunkt» verdient hat: «Kosmos Kubismus» heisst sie. Aufgefächert werden soll diese Stilrichtung, die angetrieben von Picasso und Georges Braque ab 1908 wie keine andere die Kunst im 20. Jahrhundert revolutionierte.
«Auf höchstem Niveau»
Fernand Léger: «La femme en bleu» von 1912 (Kunstmuseum Basel- Schenkung Dr. h.c. Raoul La Roche).
Die Kuratorin Eva Reifert übte sich an der Medienorientierung ebenfalls nicht in Bescheidenheit, als sie sagte: «Wir werden den Kosmos Kubismus auf höchstem Niveau so zeigen, wie man ihn noch nie gesehen hat.» Dass dies kein leeres Versprechen ist, zeigt die Tatsache, dass das Kunstmuseum Basel mit dem Centre Pompidou, wo die Ausstellung bereits zu sehen ist, und mit dem Musée national Picasso zwei Partner zur Seite hat, die diese Ausstellung zusammen mit dem Basler Haus vorzüglich zu bestücken wissen. Anders als bei der letzten grossen Kubismus-Ausstellung «Picasso und Braque – Die Geburt des Kubismus» im Jahr 1990 – mit 214’000 Besuchern die zweiterfolgreichste Schau im Haus – wird sich das Kunstmuseum dieses Mal nicht auf die beiden Begründer dieser Stilrichtung beschränken. Zu sehen sein werden auch Werke anderer Meister des Kubismus. 130 an der Zahl. «Wir werden zeigen, wie Kubismus auch noch sein kann», sagte Reifert. Auch die Fondation Beyeler hat bei ihrer Picasso-Schau potente Partner aus Paris an ihrer Seite: ebenfalls mit dem Musée national Picasso und dem Musée d’Orsay, wo die Ausstellung seit September zu sehen ist.
Tausend Jahre Basler Münster
Die Kubismus-Schau wird sicher as Ausstellungs-Highlight im Jahr 2019 sein. Für einen weiteren Höhepunkt wird aber auch die Ausstellung «Gold & Ruhm. Geschenke für die Ewigkeit» sorgen. Bei der Schau zum 1000-Jahr-Jubiläum der Weihe des Basler Münsters ist das Kunstmuseum aber nur Gastgeber. Organisiert und kuratiert wird die Ausstellung vom Historischen Museum Basel, das aber die wertvollen Ausstellungsstücke aus sicherheitstechnischen und klimatischen Gründen nicht im eigenen Haus, sprich in der Barfüsserkirche zeigen kann. Die Ausstellung ist als «kulturhistorisches Panorama» gedacht, sagte Marc Fehlmann an der Medienkonferenz. Gezeigt werden die überaus wertvollen Geschenke, mit denen der damalige Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde die Stadt Basel bedacht haben – und die zum Aufschwung des damals noch unbedeutenden Ortes beigetragen haben. Glanzstück der Ausstellung wird – sofern Frankreich die Exportbescheinigung absegnen wird – die berühmte goldene Basler Altartafel sein, die nach dem Verkauf des Prunkstücks durch den Kanton Baselland – nach der Kantonsteilung war sie der Landschaft zugesprochen worden – zu den Sammlungshöhepunkten des Musée Cluny in Paris gehört. Und dort so sehr gehütet wurde, dass sie der grossen Münsterschatz-Ausstellung 2001 in Basel nicht mal als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Glanzstück der Ausstellung wird – sofern Frankreich die Exportbescheinigung absegnen wird – die berühmte goldene Basler Altartafel sein, die nach dem Verkauf des Prunkstücks durch den Kanton Baselland – nach der Kantonsteilung war sie der Landschaft zugesprochen worden – zu den Sammlungshöhepunkten des Musée Cluny in Paris gehört. Und dort so sehr gehütet wurde, dass sie der grossen Münsterschatz-Ausstellung 2001 in Basel nicht mal als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.
Heinrichskreuz.
Glanzstück der Ausstellung wird – sofern Frankreich die Exportbescheinigung absegnen wird – die berühmte goldene Basler Altartafel sein, die nach dem Verkauf des Prunkstücks durch den Kanton Baselland – nach der Kantonsteilung war sie der Landschaft zugesprochen worden – zu den Sammlungshöhepunkten des Musée Cluny in Paris gehört. Und dort so sehr gehütet wurde, dass sie der grossen Münsterschatz-Ausstellung 2001 in Basel nicht mal als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Vorübergehend nach Basel zurückkehren wird auch das bekannte Heinrichskreuz, das sich heute im Kunstgewerbemuseum Berlin befindet. Und noch ein Ausstellungshöhepunkt wartet 2019 auf die Museumsbesucher: Mit William Kentridge wird sich einer der wohl interessantesten Gegenwartskünstler in Basel vorstellen (ab 8. Juni im Haus für Gegenwart). Der 1955 geborene Südafrikaner ist nicht nur bildender Künstler, sondern auch Filme- und Theatermacher – eine Kombination, die sich in seinen Arbeiten widerspiegelt. International bekannt wurde er in erster Linie durch seine Animationsfilme, die er in einem immensen Arbeitsaufwand durch variierte und fotografierte Kohlezeichnungen zusammensetzt.

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