Eine Sternen-Revue zwischen Sonne und Mond

Die Basler Choreografin und Performerin Johanna Heusser präsentiert im Theater Roxy, Birsfelden, zusammen mit ihrem britischen Bühnenpartner Jesse Inman ein Stück über die Geheimnisse der Astrologie – aber ohne, diese lüften zu können. „Sie sehen ein Astrodrama mit Jesse Inman im Ziegenkostüm und mir als Perfomerin im contemporary dance.“ Die Ankündigung von Johanna Heusser ist vielversprechend. Zuvor hatten die die beiden unter einen Himmel voller … Eine Sternen-Revue zwischen Sonne und Mond weiterlesen

Auf Walhalla zu Kaffee und Gebäck

Nach dem quirrligen „Rheingold“ ging es nun forschen Schrittes weiter im Basler „Ring des Nibelungen“. Mit überwältigenden Walküren, einem richtigen Pferd, einem aufwühlenden Vater-Tochter-Zwist und Kaffi mit Gipfeli auf Walhalla. Das Premierenpublikum hatte nach gut fünf Stunden noch genügend Energie, „Die Walküre“ mit rhythmischem Klatschen zu feiern. Also „Die Walküre“ als so benannte Oper und die Walküre als Berufsbezeichnung von Brünnhilde, die von Trine Møller … Auf Walhalla zu Kaffee und Gebäck weiterlesen

In der Endlosschlaufe gefangen

Mit dem Tanzprojekt „from rock to rock“ von Jeremy Nedd ist die Kaserne künstlerisch in die neue Saison und die neue Ära unter neuer Leitung gestartet. Es ist ein Neustart mit Längen. Es ist eine Geschichte, die Jeremy Nedds Company uns zu erzählen vermittelt. So sagte es der neue Kasernen-Leiter Tobias Brenlk an der Eröffnung der neuen Spielzeit. Nun: Die Erklärung ist wichtig, denn aus … In der Endlosschlaufe gefangen weiterlesen

„Rheingold“: Eine schrecklich böse Familie

Nach Zürich und Bern hat Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ nun nun auch in Basel seinen Auftakt erlebt. Intendant Benedikt von Peter und seine Co-Regisseurin Caterina Cianfarini inszenierten den Vorabend „Das Rheingold“ als quirrlige Mixtur zwischen Puppenspiel und grausliger Familiensaga. Bei den alten Göttern hängt der Haussegen schief. Das liegt vor allem am despotischen bis zuweilen psychopathischen Hausherrn und Patriarchen Wotan. Er hat sich … „Rheingold“: Eine schrecklich böse Familie weiterlesen

Kontemplative Séance und queerfeministische Power-Performance

So verschieden kann junges Theater sein: Während Annatina Huwiler mit „z’berg“ zur kontemplativen Séance über die Erdgeschichte lädt, schmettern Eevi Kinnunen und Olivia Ronzani eine schier unbändige queerfeministische Power-Performance auf die Bühne, dass einem selbst als Zusehender der Atem zu stocken droht. Das finnisch-schweizerische Performerinnenduo mit Namern Project together stellt ihrem Abend im Rahmen der Treibstoff-Theatertage eine Triggerwarnung voran, die geradezu Furchterregendes erwarten lässt: „Das … Kontemplative Séance und queerfeministische Power-Performance weiterlesen

Das grosse Art-Geschäft mit den Spinnen von Louise Bourgeois

Werke von Louise Bourgeois, George Condo, aber auch Klassiker wie Klee und Alexander Calder sorgten für Dutzende von Millionenverkäufen am ersten Tag der Art Basel. Das Ganze weist auf eine famose Aufholjagd der Messen bei den Marktsegmenten des Kunstmarktes hin. Die Galerie Hauser & Wirth weiss, was sie an Louise Borgeois hat. Im vergangenen Jahr verkaufte sie die raumfüllende Spinnenplastik „Maman“ für 40 Millionen Dollar, … Das grosse Art-Geschäft mit den Spinnen von Louise Bourgeois weiterlesen

Bei Thomi + Franck steigt das grosse «Käferfest» zur Art Basel

Der Basel Social Club tischt nach der erfolgreichen künstlerischen Besetzung einer Villa auf dem Bruderholz im vergangenen Jahr ganz gross auf: Sie füllt die ehemaligen Senf- und Kaffeeersatz-Lagerhallen von Thomi + Franck mit Kunst und Leben. Und trifft damit ins Schwarze, wie sich am Sonntag vor der Art bereits wenige Minuten nach der Eröffnung gezeigt hat. Es war eine Herkulersarbeit, welche die Organisatoren vor der … Bei Thomi + Franck steigt das grosse «Käferfest» zur Art Basel weiterlesen

Dystopisch-poetische Kunstwelten im Museum Tinguely Basel

Der Titel „Dream Machines“ verspricht nicht zu viel: Das kanadische Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller fesselt im Museum Tinguely Basel mit geheimnisvoll-künstlerischen Erzählungen, die inhaltlich so faszinierend sind wie durch ihre Machart. Auf einer mit allerlei Elektronik vollgestopften Holzkiste ist gut beleuchtet ein roter Knopf angebracht. Eine Schrift fordert beinahe schon in Befehlston: „Press“. Das ist an und für sich nichts Aussergewöhnliches im Museum Tinguely, wo … Dystopisch-poetische Kunstwelten im Museum Tinguely Basel weiterlesen

Marthalers Tragödie der Seltsamkeiten

Christoph Marthaler und sein Ensemble führen mit «Abteilung Leben» durch die verlassene alte Gemeindeverwaltung von Birsfelden. Dort trifft man auf die Geister der vergessenen Beamt:innen. Das ist zum Teil sehr witzig, dauert aber etwas gar lange und am Schluss bleibt der Sinn diffus im Staub des Beamtentums verborgen. Hinter fast allen Türen – und davon gibt es ganz schön viele in der alten Gemeindeversammlung – … Marthalers Tragödie der Seltsamkeiten weiterlesen

So vergnüglich kann Jazz sein

Der italienische Jazz-Tausendsassa Stefano Bollani machte im Rahmen des Offbeat-Festivals im Musiksaal des Stadtcasinos seine wunderbar vergnügliche Aufwartung: als Solist, im Trio und mit dem Sinfonieorchester Basel unter der hinreissenden Leitung von Nil Venditti. Kann Jazz unterhalten? Selbstverständlich! Kann Jazz kitschig sein? Zuweilen ja – ein bisschen, wie jede Art von Musik. Kann Jazz lustig sein? Ist er in seiner Ernsthaftigleit irgendwie selten. Aber bei … So vergnüglich kann Jazz sein weiterlesen